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»Don Pasquale« – Jesús López-Cobos im Gespräch mit Susanne Vill

Ein alter Junggeselle erlebt eine martialische Kur für seinen Heiratsplan, mit dem er den Neffen für dessen Brautwahl strafen und enterben will. In den Machtkampf alt und reich gegen jung und arm mischt sich seine Torschlusspanik, die Freuden der Ehe versäumt zu haben. Sein Arzt und das junge Paar inszenieren eine fingierte Hochzeit, gefolgt vom Terror einer zänkischen, verschwenderischen Ehefrau, bis der Gebeutelte um Scheidung fleht.

Jesús López-Cobos, von Belcanto-Opern ebenso wie von Wagner begeisterter Stardirigent, lebte Beethovens Erkenntnis "Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie" aus, in dem er sich nach der Promotion in Philosophie dem Dirigieren zuwandte. In Donizettis Partitur hebt er neben der melodienseligen Heiterkeit des traditionsreichen Schwanksujets in italienischer Buffo-Manier die emotionelle Tiefe der Charaktere in ihren vom Kummer gezeichneten Kantilenen hervor. Die abrupten Affektwechsel mit virtuosem Parlando, Bewegung und Dynamik im Orchester machen die Unruhe spürbar, die 1843 die Industrialisierung in der Gesellschaft zu verbreiten begann.

Die Gesprächspartner

Jesús López-Cobos
Dirigent
zur Person

Prof. Dr. Susanne Vill
Musik- und Theaterwissenschaftlerin
Universität Bayreuth
zur Person

Ort und Zeit

Schreyvogelsaal
Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft

Hofburg, Batthyanystiege
1010 Wien | Lageplan

Donnerstag, 7. Mai 2015 | 14 Uhr

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»Musiktheater im Gespräch«

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